JuliagoesChina 2014/15

09November
2014

KTV

DIE Freizeitbeschäftigung in China: KTV.
In größeren Gruppen mietet man sich abends einen Raum, in dem Karaoke, im Schnitt 3 Stunden lang, gesungen wird. Die Räume sind mit Sofas und Tischen ausgestattet, außerdem Discolicht. Gesungen werden können (natürlich) chinesische Lieder, aber auch koreanische und englische. KTV ist in China Kult und die Tatsache, dass es sowas in Deutschland nicht gibt, scheint viele von ihnen zu schocken - "Aber wann und wie singt ihr dann?"

Wie dem auch sei, hinsichtlich meiner bezaubernden Stimme ist es wahrscheinlich eh besser es dabei zu belassen, meiner Dusche eine Privatvorstellung zu belassen.

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Die Räumlichkeiten: Meist luxiuriös und edel ausgestattet.
26Oktober
2014

Beigaofeng - Hangzhou von oben

Mit meinem Tandempartner und seiner Klasse ging es heute auf den höchsten Berg Hangzhous - den Beigaofeng. Tatsächlich ist er nur über 300 m hoch, der Aufstieg war bei 30°C trotzdem anstrengend.
Mit 15 Chinesen unterwegs zu sein, stellte sich ebenfalls als echte Beweisprobe heraus, denn neben einem netten Plausch, wurden Fragen gestellt wie: "Hasst ihr eigentlich immer noch Juden?" Die Gelegenheit wurde also genutzt, um Klischees aus dem Weg zu räumen, auch wir stellten Fragen wie: "Habt ihr schon Hund gegessen?"
Auf der Spitze des Berges hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf Hangzhou:

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...die Linse meiner Kamera habe ich drei mal geputzt, bis mir klar wurde, dass diese Fotos nicht scharf sind aufgrund von Smog.

Auf dem Rückweg ging es durch Teefelder:

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...und gegessen haben wir später das Essen der Mönche in einem kleinen Tempel - Suppe, Reis, Tofu mit Gemüse.


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Ein gelungener Tag mit vielen neuen Erkenntnissen!
21Oktober
2014

Tianducheng - Little Paris

Die Chinesen lieben es bekanntlich Dinge zu kopieren und nachzumachen. Das gilt auch für große und berühmte Städte.
Tianducheng, auch genannt "Little Paris", liegt in der Nähe von Hangzhou. Dort besichtigen kann man den Eiffelturm, der ungefähr ein Drittel so groß ist wie der in Paris und eine Anlage, die eher dem Stil in Versailles entspricht.

Bei bestem Wetter lohnt sich dieser Trip allemal. Es waren kaum Touristen da, sodass man in Ruhe ein Stück Europa genießen kann!

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07Oktober
2014

"In China essen sie Hunde"

Das Essen in China ist sehr vielfältig und abwechslungsreich.

Üblicherweise geht man hier mindestens zu zweit in Restaurants essen. Es werden mehrere Gerichte bestellt, die man sich anschließend teilt. Suppen werden nebenbei genossen und nicht, wie z.B. in Deutschland üblich, als Vorspeise. Außerdem isst jeder zusätzlich eine kleine Portion Reis.
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Eine wahre Delikatesse sind tausendjährige Eier, die einfach nur nach Ei schmecken:
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Ebenfalls bekannt sind Baozi und Jiaozi - Teigbrötchen bzw. -taschen gefüllt mit Fleisch, Fisch Gemüse, Suppe, Bohnenpaste oder was auch immer. Oft wird man beim ersten Bissen überrascht.
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Ich persönlich bin absoluter Fan des chinesischen Streetfoods. So manch graue Straßenecke, an der ein kleines Verkaufswägelchen stand, wurde binnen Sekunden zu einem kulinarischen Geschmacksparadies. Man darf natürlich nicht zu viel darüber nachdenken unter welchen Umständen das Essen zubereitet wird...
Aber ob Fleisch-, Fisch-, Ei- oder Obstspieße, gebratener Reis oder Nudeln, herzhafte oder süße Pancakes, Bratkartoffeln, Tofu, Muscheln oder auch einfach nur mal kunstvoll und dekorativ an einem Spieß klebender, karamellisierter Zucker - es ist von allem etwas dabei und es macht Spaß, den "Köchen" zuzusehen.

Falls man dann doch mal keine Lust auf Chinesisch hat: Zahlreiche uns bekannte Fastfood-Ketten finden sich immer und überall. McDonald's, KFC, Subway und Co. sind uns hier allerdings schon einen Schritt voraus, denn sie bieten Lieferdienste an. Mein Zimmerchen kennen sie schon.

Aber auch ausländische Restaurants werden immer zahlreicher. Italiener, Thailänder, Amerikaner, Japaner. Alles was das Herz begehrt, aber ein deutsches Restaurant habe ich bis jetzt noch nicht entdeckt.
Besonders beliebt sind koreanische Restaurants. Hier ein Bild eines koreanischen Barbecues:
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Und natürlich ist das Essen in China immer besonders frisch:
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An dieser Stelle würde ich das Klischee "In China essen sie Hunde" gerne widerlegen, kann ich aber nicht...
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...denn dieses unverkennbare Gericht wurde einem Bekannten heute serviert.
06Oktober
2014

U-Bahn fahren in China

Die Bilder sprechen für sich:

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27Sept
2014

Meine Studentenbutze

...ist klein, aber durchaus ausreichend: Bett, Schrank, Schreibtisch, Stuhl, Regal, Klimaanlage, kleines Bad. Was fehlt: Heizung. Bis dato kein Problem, aber ich werde mich diesbezüglich dann in 2 Monaten nochmal melden...die Winter sind auch in China kalt!
Genauso klein wie mein Zimmerchen sind die chinesischen Mücken. Winzig klein, machen absolut keine Geräusche, aber mit großen Fähigkeiten, die sich auf meinen Beinen abzeichnen. Ich bin zerstochen bis aufs letzte Bisschen - aua aua.

Naja, von der nicht-Englisch-sprechenden Rezeption habe ich ja bereits berichtet.

Außerdem besteht hier die Möglichkeit seine Wäsche waschen zu lassen. Selbst Waschen ist tatsächlich nicht möglich.

Direkt im Wohnheim befindet sich zudem die Mensa, die eher einem Restaurant gleicht. Das Essen ist gut und günstig und man wird bedient.

Eine "Ausgangssperre" gibt es ab 23 Uhr. Die sollte einen aber nicht daran hindern trotzdem ab besagter Uhrzeit auszugehen, denn es gibt einen alternativen Weg durch die Nebentür, die von einem schlafenden Wächter ...nun ja, ich will nicht sagen "bewacht wird", aber er ist immerhin da.

Alles in allem kann man sich nicht beklagen, ich wohne hier für vergleichsweise wenig Geld und habe sogar wider Erwarten mein eigenes Reich. Hier lassen sich die vier Monate Studium auf jeden Fall aushalten!
So, noch drei weitere Unterrichtstage und dann heißt es endlich eine Woche Ferien - das wurd' aber auch Zeit!
16Sept
2014

Can you speak English? - shenme?!

Ist es denn wirklich zu viel verlangt?
Wir befinden uns in einem INTERNATIONAL dormitory. An der Wand hinter der Rezeption hängen zahlreiche Uhren mit Uhrzeiten verschiedenster Länder. Eine gewisse Internationalität wird also ausgestrahlt, nicht so vom Personal.

Ist es denn zu viel verlangt, allein nur die Wörter registration, check in, room, etc. zu beherrschen, zu verstehen, darauf anworten und agieren zu können? Eine beachtliche Menge an Studenten, die noch kein Wort Chinesisch sprechen, schienen schon allein an der ersten Hürde, der Rezeption, zu scheitern.

Ist es zu viel verlangt, dass diese Studenten die oben genannten Wörter auf Chinesisch beherrschen? Ja! Warum sonst geht man nach China, um einen Sprachkurs zu belegen.
Aber ist es zu viel verlangt, englisch-sprachiges Personal an diese Rezeption zu stellen?

Auslandsstudent geht zur Rezeption, legt Reisepass auf den Thresen. "I would like to registrate." Schaut in fragendes, chinesisches Gesicht. "Shenme?" (Was?)
"I would like to check in."
Fragendes Gesicht, Blick nach unten, weiter an den Fingernägeln puhlen und nichts tun.

Auslandsstudent geht zur Rezeption, legt Reisepass auf den Thresen. Das Signal scheint diesmal klar zu sein. Chinesin nimmt Pass, schaut aufs Foto, schaut hoch, wieder aufs Foto, wieder hoch. "Shi ni de ma?" (Bist du das?) Fragendes Gesicht des Auslandsstudenten. Also nochmal lauter: "Shi ni de ma?" Keine Antwort. "Ni?" "NI?" "NI?" "NIIII?" (Du)

Ist es denn wirklich zu viel verlangt?
11Sept
2014

Ende der Reise

Das Reisen hat ein Ende, wir sind in Hangzhou angekommen und bald geht das Studieren los!

Die lange Reise wurde mit einer sehr langen Fahrt abgeschlossen. Sehr lange heißt in diesem Fall: 50 Stunden!

Wir sind zunächst von Sanya zu Haikou 2 Stunden mit dem Zug gefahren, von da aus war geplant nach Guilin zu fahren...doch dafür gab es kein Ticket mehr. Wir hatten also die Wahl: Entweder wir nehmen uns ein anderes Ziel, und das war ganz klar Hangzhou, oder wir bleiben eine Nacht in Haikou. Wir traten folglich den Weg nach Hangzhou an, der länger war als wir bis zu diesem Zeitpunkt geahnt hatten.

Nach einer elendig langen Wartezeit, haben wir 3 Stunden auf der Fähre das Meer überquert. Anschließend ging es für 10 Stunden in den "Schlaf"bus nach Guangzhou, was sich letztendlich als schlimmste Fahrt der gesamten Reise erwies. Zwischen Desis und meinen 50 cm breiten Schlafplätzen gab es einen Gang, der ebenfalls 50 cm breit war und sich daher hervorragend für einen weiteren Schlafplatz eignete. Also machte sich ein Chinese mit ein paar Decken dort breit. Und mit "breit" meine ich in diesem Fall, dass unsere Schlafplätze unmittelbar auf eine 25 cm Breite verringert wurden. Er schlung seine Arme um Desi, seine Beine um meinen Körper. Es war nicht auszuhalten, aber auch, wenn wir ihm jedes mal seine Gliedmaßen entgegen warfen, es half nichts, er wachte nicht auf. Auch von den Busfahrern und Reisebegleitern befand sich niemand verantwortlich zu helfen. Es war wirklich eine schreckliche Nacht.

Als wir endlich in Guangzhou angekommen waren, ging es direkt weiter mit dem Schnellzug nach Wuhan. Eine nette Abwechslung. Keine besonderen Vorkommnisse.

In Wuhan mussten wir den Bahnhof wechseln, und abermals in den Zug steigen: Diesmal allerdings in einen Bimmelzug, sprich Hartsitz. Die böse Überraschung: Die Fahrt dauerte 15 Stunden und damit viel länger als wir erwartet hatten.

Aber was soll's. Die Fahrt an sich war ganz in Ordnung. Wir konnten leider nicht zusammen sitzen, stattdessen saß mir ein junges Pärchen gegenüber. Lange konnte ich beobachten wie die Frau dem Mann die Ohren sauber puhlte und ihm Pickel ausdrückte. Wirklich sehr spannend.

Eine turbulente sehr lange Fahrt also, die unsere gesamte Reise charakteristisch perfekt widerspiegelt. Nun geht bald der Ernst des Lebens wieder los. Ich bin gespannt auf das Studentenleben in China.
08Sept
2014

Südlich, südlicher, am Südlichsten - Sanya

Wir sind am südlichsten Punkt Chinas - im Urlaubsparadies Sanya. Hier haben wir es uns die letzten Tage gut gehen lassen.

Der Ort lebt von seinem Tourismus. Gut für uns, dass wir gerade nach Ende der chinesischen Schulferien hier sind. Folglich sind die Strände nicht ganz so überfüllt und man kann sich durchaus erholen.

Aber nicht nur für die Festlandchinesen ist Sanya der beliebteste Urlaubsort, es halten sich ebenso viele Russen hier auf! Speisekarten und Ladenschilder werden nicht auf Englisch, sondern auf Russisch übersetzt und wir werden ständig auf Russisch angesprochen, meistens gefragt, ob wir eine Massage möchten.

Dennoch habe ich den Eindruck, die Russen kommen nur selten aus ihren Hotels und das würde ich an ihrer Stelle genauso machen. Man kann sich nicht an den Strand legen, ohne dass immer wieder nach Fotos gefragt wird (wobei die meisten nach wie vor heimlich gemacht werden).

Aber wir haben nicht nur am Strand gelegen. Abgesehen davon sind wir zum Wahrzeichen Sanyas gefahren: eine riesige Buddhastatue.


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Außerdem wurde heute Abend das chinesische Mondfest (zhongqiu jie) gefeiert. Hierzu trifft man sich mit der Familie oder Freunden und verbringt gemeinsam einen gemütlichen Abend mit Mondkuchen (yuebing) und andere  Köstlichkeiten.
Hier in Sanya wurde ein kleiner Freizeitpark für dieses Fest errichtet. Die meisten treffen sich am Strand, formen große Ringe in den Sand, stecken Kerzen rein und setzen sich in den Kreis, der den Mond darstellen soll. Der Blick auf den beleuchteten Strand war wirklich wunderschön. Desi und ich haben den Mond mit leckerem Seafood und Open-Air Live Musik zelebriert. Morgen müssen wir die Insel leider wieder verlassen...


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04Sept
2014

Das Vulkandorf

Sonne, Hitze, Palmen, Strand, Meer...was will man "meer"?
Wir genießen hier also noch ein paar Tage, bevor wir uns dann wieder dem Ernst des Lebens widmen. In Haikou, der Hauptstadt Hainans, verbringen wir nur diesen einen Tag, ab morgen geht es weiter in den Süden nach Sanya!

Den heutigen und einzigen Tag in Haikou haben wir für eine Tagestour zum Geopark genutzt. Hierbei handelt es sich um ein insgesamt 180 km2 großes Gebiet, ehemaliger Vulkane und Lavatunnel. Da wir nicht mit Rad, sondern zu Fuß unterwegs waren, mussten wir Abstriche machen und haben uns ein Vulkandorf angeschaut.
Um dorthin zu gelangen, haben wir zunächst einen 2 km langen Marsch in der prallen Mittagssonne bewältigt, fanden aber Gesellschaft in einer Rinderherde. Weiter ging es durch ein paar ärmere Dörfer. Das Vulkandorf war nicht ausgeschildert und so schlenderten wir lange ziellos durch die Gegend, bis uns ein taub-stummer, netter, junger Herr uns zu unserem Ziel führte...und darüber hinaus!

Vor dem Vulkandorf, das seinen Namen übrigens trägt, da es vollständig aus Lavastein erbaut wurde, versammelten sich immer mehr alte Menschen aus der umliegenden Gegend. Offiziell wird für die Sehenswürdigkeit kein Eintritt verlangt, unser taub-stummer Reiseführer, der uns anscheinend ja bis zum bitteren Ende alles zeigen wollte, verlangte von jedem ein kleines Sümmchen Eintritt. Zu unserer Überraschung schlossen sich ebenfalls zwei alte - nein uralte - Personen an. Das Vulkandorf ist heute verlassen und sehr fotogen. Wir waren sehr froh, jemanden zu haben, der uns den Weg zeigte, denn alleine hätten wir wahrscheinlich niemals den Weg gefunden.

Als das Dorf endete, schloss sich ein alter Lavatunnel an. Die Alten hockten sich vor dem Eingang hin und bastelten uns Fackeln aus Bambus. Zusammen durchquerten  wir den Tunnel. Mit meiner Fackel und meinem Strohhut kam ich mir leicht vor wie Crocodile Dundee...
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Später gingen wir unseren Weg zurück in das eher touristische Zentrum, um uns noch den Touristenpark anzuschauen. Den hätten wir uns aber sparen können. Man konnte durch einen alten Vulkankrater gehen, der allerdings so stark von Pflanzen bewachsen ist, dass man eigentlich nicht viel sieht. Eine Plattform gibt einen tollen Ausblick auf den Geopark (der von oben betrachtet eigentlich nur grün ist) und auf die Stadt Haikou.
Was wirklich schön war, war die exotische Vegetation, die man ja auch nicht alle Tage sieht und die Riesenschmetterlinge!

Nun ja, morgen geht es weiter nach Sanya und dann kann der richtige Strandurlaub wirklich beginnen!
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